|

Der Kupferdruck

Der Handpressen-Kupferdruck zählt zu den edelsten, rein handwerklichen Drucktechniken. Seit dem 16. Jahrhundert hat sich an diesem Verfahren fast nichts verändert. Es ist sehr zeitaufwändig und verlangt hohes künstlerisches Einfühlungsvermögen und handwerkliches Geschick. Als Handpressen-Kupferdrucke werden in unserem Hause Radierungen, Heliogravuren und Kupferstiche hergestellt.

Das Einfärben der Platte

Jeder Farbton wird einzeln angemischt und mit Pinsel und Walze auf die Kupferplatte aufgetragen. Mit einem gestärkten Mull wird die Farbe anschließend von der Oberfläche abgeschnitten, so dass nur die Farbe in den Verfiefungen bleibt und alle freien Flächen werden sauber ausgewischt.

Die Feinheiten der Platte erarbeitet der Drucker dann mit den Fingern und den Handballen. Die Farben werden mit der Hand förmlich in die Platte einmassiert. Ganz besonders beim Druck von Radierungen hängt das Ergebnis von der ästhetischen Sensiblität ab.

Das Einfärben der Platte Das Einfärben der Platte Das Einfärben der Platte Das Einfärben der Platte Das Einfärben der Platte


Der Druck

Wie zu Dürers Zeiten entsteht jeder Abzug in unserem modernen Handwerksbetrieb in reiner Handarbeit. Nur so können wir die Schätze alter Druckkunst bewahren.

Mit 16 Tonnen presst die Walze der Druckmaschine das Papier in die eingefärbte Platte. Das handgerissene Büttenpapier wird zuvor mit Wasser getränkt, damit es wie ein Schwamm die Farbe auch aus den kleinsten Vertiefungen der Platte aufsaugt. So überträgt sich das Bild von der Kupferplatte auf das Bütten.

Die Kupferdruckpresse ist seit rund 170 Jahren in Betrieb. Früher wurde die Sternpresse mit der Hand gekurbelt, heute wird die Walze von einem Motor angetrieben. Das ist die einzige Modernisierung an der historischen Maschine.


Trocknen und glätten

Nach dem Druck wird das Papier zunächst getrocknet. Die trockenen Blätter kommen dann in die Spindelpresse, damit das Papier wieder richtig in Form gepresst wird. Zwischen den Satinierdeckeln sind die Drucke geschützt und werden mit 24 Tonnen Druck über zwei Tage geglättet.


Kolorieren von Hand

Mit dem Pinsel werden beim Kolorieren die zarten Akzente gesetzt. Das Bild erhält die letzten Feinheiten mit behutsamem Pinselstrich. Mit Aquarellfarben werden aber nicht nur die kleinen Details herausgearbeitet, je nach Platte gibt es auch größere Flächen, die mit Aquarell und Pastellfarben herausgearbeitet werden.